Epoxyklebstoff, ja oder nein?
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Aktualisiert: vor 3 Tagen

Keine neuen Blogeinträge bedeuten nicht, dass im Hintergrund nicht gearbeitet wird – im Gegenteil. Derzeit stehen wir jedoch vor einigen Herausforderungen, die den Fortschritt beim Weiterbau spürbar bremsen. Ein zentrales Thema ist der Nachweis eines geeigneten Epoxidklebers für den Bau des Flügels. Doch der Reihe nach:
Nach dem Zusammenbau der oberen und unteren Holmgurte folgt als nächster Schritt die seitliche Beplankung der Holme mit Sperrholz. Die zu verklebende Fläche ist dabei sehr groß und zudem geometrisch komplex. Der bisher verwendete Klebstoff Aerodux kommt hierfür nicht mehr infrage, da die erforderlichen Bearbeitungszeiten deutlich außerhalb seiner Spezifikationen liegen.
Ein moderner Klebstoff auf Epoxidharzbasis erschien daher als ideale Alternative. Parallel dazu beschäftigten wir uns mit dem rechnerischen Festigkeitsnachweis des Flügels, wie er vom BAZL gefordert wird. Dafür sind jedoch verlässliche Kennwerte zur Festigkeit der Verklebungen unerlässlich.
Und genau hier liegt das Problem: Für Epoxidharze als Klebstoffe im Holzbau existieren keine ausreichend argumentativ belastbaren Festigkeitsangaben. Zwar gibt es verschiedene Produkte, die regulatorisch anerkannt sind, doch kein Hersteller weltweit stellt fundierte, nachweisbare Kennwerte für diese spezifische Anwendung zur Verfügung. Das bedeutet letztlich, dass jeder Flugzeugbauer die Eignung seines verwendeten Klebstoffs selbst durch aufwendige Tests belegen muss – so auch wir.
Die vergangenen Monate waren daher vor allem von Diskussionen mit anderen Flugzeugbauern und der Herstellung von Probekörpern für Scherprüfungen geprägt. Es folgten Ernüchterung über unerwartete Ergebnisse, Ursachenanalysen und der erneute Bau von Proben. Jeweils mindestens 40 Stück um eine verlässliche Aussage machen zu können. Aktuell wartet eine weitere Serie von Scherproben darauf, unter kontrollierten Laborbedingungen verklebt und geprüft zu werden.
Mit etwas Glück werden wir in etwa einer Woche über brauchbare Resultate verfügen – und können uns dann wieder dem eigentlichen Ziel dieses Projekts widmen: dem Bau des Flugzeugs.











