Rippe 7

Während alle übrigen Flügelrippen aus einfachen Sperrholzplatten mit Spruce-Stegen bestehen, ist Rippe 7 ausgesprochen massiv ausgeführt. Sie nimmt einen Grossteil der vom Hauptfahrwerk eingeleiteten Kräfte auf und leitet diese in die Flügelstruktur weiter. Ihre Kastenkonstruktion besteht deshalb aus Nussbaumholz (!), Sperrholzstegen und mehrlagigen Sperrholzwänden. Über Sperrholzlaschen ist sie zusätzlich mit Rippe 6 verbunden.

Die Suche nach Nussbaumholz in höchster Qualität führte mich zu Herrn Bider von der Firma Aecherli in Regensdorf. Dabei ergab sich eine bemerkenswerte Verbindung zur Aviatikgeschichte: Herr Bider ist ein Nachkomme des Schweizer Luftfahrtpioniers Oskar Bider. So führte der Bau dieser Rippe auf besondere Weise eine aviatische Familientradition weiter.
Der Bau der Rippe begann mit der Herstellung der oberen und unteren Gurte aus Nussbaumholz. Diese wurden aus Brettern laminiert und anschliessend zusammen mit Sperrholzstegen zu einem stabilen Kasten aufgebaut. Sämtliche Ecken wurden zusätzlich mit Pappelholzleisten verstärkt. Danach wurde die erste Sperrholzseitenwand aufgeklebt, wodurch die Konstruktion bereits ihre grundlegende Form und Festigkeit erhielt.
Im nächsten Schritt wurde die Aussenkontur des Kastens auf der 5-Achs-Fräsmaschine erstmals präzise auf das vorgesehene Flügelprofil gefräst. Anschliessend folgten die Rippengurte in der vollen Länge aus schichtverleimtem Spruce sowie die Sperrholzlaschen, welche die Verbindung zu Rippe 6 herstellen.

Zum Abschluss wurde die nun fertig aufgebaute Rippe ein weiteres Mal auf der 5-Achs-CNC-Fräsmaschine bearbeitet und exakt auf das endgültige Flügelprofil gefräst.




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